Mittwoch, 08. Dezember 2021

Notruf: 112

 

eiko_list_icon Katastrophenschutz Einsatz Hochwasser Ahrweiler

Unwettereinsatz
Hilfeleistungseinsatz
Zugriffe 112
Einsatzort Details

Ahrweiler
Datum 04.08.2021
Alarmierungszeit 08:00 Uhr
Einsatzbeginn: 09:00 Uhr
Einsatzende 19:00 Uhr
Einsatzdauer 4 Tag(e) 11 Std. 0 Min.
Alarmierungsart Zentrale Leitstelle Wartburgkreis
Einsatzleiter St. Hübner
Mannschaftsstärke 7
eingesetzte Kräfte

Dienststelle Thal
Dienststelle Ruhla
    Fahrzeugaufgebot   LF 8/6
    Hilfeleistungseinsatz

    Einsatzbericht

    Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Ruhla brachen am Mittwoch, den 4. August um 8.30 Uhr mit sieben Mann starker Besatzung und einem Löschgruppenfahrzeug auf, um sich mit den weiteren Einheiten des Katastrophenschutzzuges LZ1 des Wartburgkreises bestehend aus den Feuerwehren Eisenach, Bad Salzungen, Treffurt und Ruhla in Eisenach zur Weiterfahrt ins Katastrophengebiet Rheinland-Pfalz zu formieren. Die weiteren Kräfte des 1. Helfenden Zuges Thüringen bestanden in der Zeit vom vierten bis achten August aus Einheiten der Landkreise Nordhausen und Sömmerda. Nach der Verabschiedung am Gerätehaus Ruhla durch den stellvertretenden Stadtbrandmeister von Ruhla und den Kreisbrandmeister übernahm der stellvertretende Bürgermeister Thomas Töpfer die Verabschiedung an der Raststätte Eisenach. Nach circa siebenstündiger Fahrt traf der Zug bestehend aus 17 Einsatzfahrzeugen im Bereitstellungsraum an der Rennstrecke Nürburgring, etwa 50km von Ahrweiler entfernt, um 17 Uhr ein.

    Nachdem die eigene Unterkunft in der Boxengasse des Nürburgrings errichtet war, halfen die Kameraden bei der Errichtung von Mannschaftszelten für das Technische Hilfswerk, bevor sie gegen 21 Uhr im Ringboulevard an der zentralen Verpflegungsstelle Abendessen zu sich nehmen konnten und sich zur Nachtruhe legten.

    Am ersten Arbeitstag hieß es für die Kameraden um 5 Uhr „Aufstehen.“ Um 6 Uhr ging es zum Frühstück. Nach der Zusammenstellung des Einsatzzuges fuhr der Zug zur Befehlsstelle an der Sparkasse in Ahrweiler. Hier wurden die Einsatzaufträge entgegengenommen, koordiniert und delegiert und Einsatzmittelanforderungen bearbeitet. Die Befehlsstelle besetzten Kameraden aus Ruhla und Bad Salzungen.

    Zu den Einsatzaufträgen gehörten an diesem Tag unter anderem das Auspumpen von mehreren Kellern, die Unterstützung beim Aufbau einer Notstromversorgung, die Aufstellung und Versorgung von Brauchwasserbehältern für die örtliche Bevölkerung und Kellerberäumung und Aktensicherung einer Klinik. Eine weitere Hauptaufgabe der Kameraden bestand in der Kommunikation mit den Einwohnern von Ahrweiler um das Gefühl zu vermitteln, dass sie nicht alleine sind. Zum Abarbeiten dieser Einsätze teilte sich die Gruppe des Löschfahrzeugs von Ruhla mehrfach auf. Um 20 Uhr wurden die Einsätze für diesen Tag beendet. Nach der Rückfahrt konnten sich die Kameraden duschen und verpflegen. Auch eine gemeinschaftliche Auswertung der Einsätze blieb vor der Nachtruhe nicht aus.

    Am zweiten Arbeitstag konnte die Abfahrt nach Ahrweiler bereits auf 7.30 Uhr vorverlegt werden. Nach 45 Minuten Fahrzeit wurden die Einsatzaufträge an der Befehlsstelle Ahrweiler entgegengenommen. Zwischen 8.30 und 19.30 Uhr gab es wieder eine Vielzahl von unterschiedlichen Einsätzen für unsere Kameraden zu erledigen. Hierzu gehörten unter anderem die Fortsetzung der Beräumung des Klinikkellers, die Kontrolle und Messung eines Kanals für das Technische Hilfswerk und den Einsatz eines Pumpspülwagens unter Atemschutz, erneute Aufstellung und Versorgung von Brauchwasserbehältern und Stemmarbeiten in mehreren Kellern. Um 19.30 Uhr war Abfahrt in Ahrweiler zurück zum Bereitstellungsraum, wo die Versorgung der Kameraden stattfand.

    Am dritten und letzten Arbeitstag war der morgendliche Ablauf bereits eingespielt und die Kameraden konnten zurück in der Stadt Ahrweiler schnell Ihre Arbeitsaufträge entgegennehmen und mit den Einsätzen beginnen. Zu diesen Arbeitsaufträgen gehörten die Weiterführung der Stemmarbeiten vom Vortag, das Auffüllen der zur Verfügung gestellten Wasserbehälter und der Aufbau der Beleuchtung und Notstromversorgung für eine Kellerberäumung. In der Mittagszeit kam es dann zu einer Unterbrechung der Einsätze, aufgrund des Fundes einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. Nachdem sichergestellt werden konnte, dass von der Bombe keine Gefahr ausgeht, konnten die Arbeiten fortgesetzt werden. Im Laufe des Nachmittags wurden Kellerschächte ausgepumpt und eine Tiefgarage von Schlamm und Wasser befreit. Am Abend fuhren die Kameraden letztmalig die Unterkunft am Nürburgring an, befreiten sich vom Schmutz des Tages und wurden vor der Nachtruhe deftig verpflegt.

    Auch am Abreisetag war die Weckzeit um 5.30 Uhr. Nach dem Frühstück wurde die Unterkunft in der Boxengasse wieder beräumt, das persönliche Gepäck und die Ausrüstung wurden wieder auf die Fahrzeuge verladen und das Zelt der Kontingentführung Thüringen abgebaut und verlastet. Damit war der Einsatz für den 1. Helfenden Zug Thüringen und alle weiteren Einheiten aus Thüringen beendet. Um 8.30 Uhr setzte sich der Zug in Richtung Heimat in Bewegung. Bei der letzten Betankung in Friedewald wurden die Kameraden des Einsatzzuges durch den Stellvertreter des Landrates Martin Rosenstengel begrüßt. Er dankte den Kameraden für den Einsatz im Katastrophengebiet. Nach sechseinhalbstündiger Rückfahrt wurden die rückkehrenden Kameraden um 15 Uhr auf dem Schützenplatz in Ruhla gebührend von ca. 15 der Daheimgebliebenen Kameraden, sowie dem stellvertretenden Bürgermeister empfangen.

    Nach einigen Worten über die Geschehnisse im Hochwassergebiet und dem Dank im Namen der Feuerwehr und der Stadt Ruhla stellten alle Kameraden gemeinsam die Einsatzbereitschaft der Ausrüstungsgegenstände und des Einsatzfahrzeuges wieder her. Nach einem gemeinsamen Abendessen organisiert durch Ivonne Hübner und Gesprächen über das Erlebte, konnten die Kameraden den Abend und damit den Hochwassereinsatz gemeinsam mit ihren Familien ausklingen lassen.

     

    Wir bedanken uns im Namen aller Ruhlaer bei den Kameraden Steven Hübner, Max Bräuning, Jan Schellenberg, Steven Schmidt, Cohn-Sören Weiß, Jens Wening und Kevin Zangemeister die im Hochwassereinsatz mitgewirkt haben, sowie bei den daheimgebliebenen Kameraden und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Farnroda und Seebach für die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft in Ruhla.

     
     

    Kontakt

    Freiwillige Feuerwehr Stadt Ruhla
    SBM Matthias Kleinsimon
    Otto-Böttinger-Straße 2c
    99842 Ruhla

    Tel.: 036929/88898
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Ausbildung Einsatzabteilung

    Jeden Freitag von 18 bis 20 Uhr findet im Feuerwehrgerätehaus Ruhla unsere wöchentliche Ausbildung statt. Wir freuen uns immer, interessierte Bürger begrüßen zu dürfen. Gerne auch nach Anmeldung telefonisch oder per E-Mail!

    Ausbildung Jugendfeuerwehr

    Jeden Freitag von 16 Uhr bis 17.30 Uhr findet die Ausbildung unserer Jugendfeuerwehr im Feuerwehrgerätehaus Ruhla statt. In den Schulferien und an Brückentagen ist keine Ausbildung! Gerne könnt ihr bei uns hereinschnuppern, wir freuen uns!